Organisationszentrum für klinische Studien - OZK

Die AGATE stellt derzeit einen Klinikverbund mit ca. 10.000 Betten dar. Die meisten dieser Kliniken haben sich bislang nicht an klinischen Studien zur Einführung neuer Wirkstoffe in die medikamentöse Therapie beteiligt. Haupthindernisgrund waren einerseits rechtliche und ethische Bedenken der Kliniksträger, andererseits die mangelnde Erfahrung mit der Durchführung klinischer Studien. Gerade in den Häusern der AGATE werden jedoch die Patienten behandelt, die in klinischen Studien gesucht werden. Unter der Voraussetzung, dass der Patient durch die Teilnahme an der klinischen Studie keiner das Maß einer normalen Arzneimitteltherapie deutlich übersteigenden Gefährdung ausgesetzt wird, sollten die Teilnehmer an klinischen Studien auch eine realistische Chance geboten bekommen, von ihrer Teilnahme an der Studie zu profitieren. Hierbei ist in erster Linie daran gedacht, dass neue, bessere verträgliche Wirkstoffe Patienten im Rahmen klinischer Studien bereits zur Verfügung gestellt werden können, lange bevor diese eine offizielle Marktzulassung erhalten haben. Die Studienärzte erhalten ihrerseits im Rahmen der Studien sehr frühzeitig Kenntnis von Arzneimittelrisiken, die irgendwo auf der Welt beobachtet wurden.

Das OZK der AGATE vermittelt interessierten Auftraggebern Krankenhäuser, die bereit sind, sich an einer bestimmten klinischen Prüfung zu beteiligen. In Fortbildungskursen und Seminaren sorgt das OZK außerdem dafür, das Klinikmitarbeiter und Klinikverwaltungen über den aktuellen rechtlichen und fachlichen Entwicklungsstand bei der Durchführung klinischer Studien informiert werden. Hierdurch wird versucht, die für die Durchführung klinischer Studien notwendige hohe Qualität der Datenerhebung und des Patientenschutzes sicher zu stellen. Die AGATE Kliniken verständigen sich außerdem darauf, ein einheitliches Ethikvotum einzuholen, das für alle Kliniken Gültigkeit hat.